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Geschrieben von: Thomas Fuhrmann   
SATURDAY, 02 FEBRUARY 2008 13:21
Ausgangssituation

Das SAP R/3 Berechtigungswesen ist auf Grund der

  • Gesetze und gesetzesähnlichen Anforderungen,
  • der firmenspezifischen Risiken,
  • der Art der Implementierung im SAP R/3 selbst,
  • sowie aus den daraus resultieren Massendaten,
durch die extrem hohen betriebwirtschaftlichen Ausgaben ein kaum zu bewältigendes Problem .
Viele Unternehmen die SAP R/3 einsetzen, haben vergleichbare Probleme mit dem Berechtigungswesen. Sowohl Prüfungen als auch Auswertungen sind auf Grund der unterschiedlichen Standpunkte der Geschäftsleitung, der MitarbeiterInnen, der Wirtschaftsprüfer, der Revision, des Betriebsartes, des Datenschutzbeauftragten nicht kostenoptimal und zeitnah verfügbar. Unterschiedliche Sichtweisen ergeben sich z. B. aus den Gesetzen und gesetzesähnlichen Vorschriften, den Geschäftsprozessen im Unternehmen sowie aus Sicht des Unternehmen-Controllings. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass aufgrund dieser Fakten oft massive Verstöße gegen die Datensicherheit im Unternehmen vorliegen.

Zielsetzung:
Ziel war es, eine Software zu entwickeln, die diese "Quadratur des Kreises" im SAP R/3 Berechtigungswesen mit überschaubaren Kosten einer Lösung näher bringt. Ein entscheidender Ansatzpunkt bei der Softwareentwicklung war die drastische Zeiteinsparung bei der Rollenpflege und den Userzuweisungen durch die von uns entwickelten Massenverarbeitungsprogramme.

Umsetzung

Auf Grundlage unseres Referenzmodells, welches alle unternehmensspezifischen Prozesse im SAP R/3 beinhaltet, wird die Erstellung der Rollen enorm vereinfacht und zeitoptimiert.
Das Referenzmodell verfolgt den Ansatz, bestehende Unternehmensfunktionen, vorerst ohne den Enduser zu betrachten, auf eine bestehende Firma anzupassen. Mit dem Referenzmodell stellen wir sicher, daß keinerlei Verstöße gegen Gesetze und Vorschriften existieren. Damit besteht jede Rolle aus einem Template, dem die dazugehörigen organisatorischen Unterscheidungen automatisch zugeordnet werden können.
In der Praxis hat sich herausgestellt, dass ein SAP R/3 System mit ca. 2.500 Usern im Schnitt zwischen 400 bis 800 solcher Templates aufweist. Jedem dieser Templates werden dann - je nach der organisatorischen Ausprägung des jeweiligen Unternehmens - null bis N sogenannter Organisationsstrukturen zugewiesen, die redundantfrei erstellt und vorgehalten werden. Aus den Templates und Organisationsstrukturen werden durch benutzerspezifisch einstellbare Namenskonventionen schlußendlich die SAP R/3-Rollen generiert.
Das Ergebnis erhält man Rollen, die
  1. den gesetzlichen Anforderungen genügen,
  2. schnell, einfach zu erstellen und zu pflegen und
  3. für externe Prüfer leicht verständlich sind.
Basierend auf diesen klar strukturierten Rollen können wir eine Userverwaltung - bestehend aus der Administration und der Userzuweisung - etablieren. Rollen können zu Rollengruppen, User zu Usergruppen zusammengefasst werden. Die Userverwaltung bietet bei vorausschauender Implementierung enorme Einsparungspotentiale, z. B. kann als Teil des Rollenschlüssels das Abteilungskürzel aus dem SAP Organisationsmanagement einfließen. Ziel dieser Gruppierung ist es, alle Rollen und alle User nach Merkmalen in einer sogenannten Matrix zu verknüpfen. Diese Matrix kann z. B. alle Rollen, User und deren Gruppen, die zu einer bestimmten organisatorischen Einheit / Abteilung gehören, beinhalten.
Im Rahmen der späteren Userzuweisung ist es möglich, nur berechtigten Personen Zugriff auf bestimmte Matritzen zu geben. In der ZRV (ZentraleRechteVerwaltung) können detaillierte, benutzerspezifisch einstellbare Freigabekonzepte hinterlegt werden.

Highlights
  • Alle Änderungen sind protokolliert und rückverfolgbar
  • Integration eines Informationssystems bis auf Feldwertebene
  • Entwicklung im eigenen Namensraum im SAP R/3 / ABAP, WebDynpros, Mehrsprachig, UNICODE fähig
  • Selbsterklärend und selbstdokumentierend
  • Revisionskommentare durchgängig pflegbar
  • Wertbeständigkeit, planbare und nachvollziehbare Kosten
  • Automatisierung von wiederkehrenden Arbeiten
  • Zentrale Verteilung auf N-System in einer N-Systemlandschaft
  • Integrierter Audit
      1. bei der Rollenerstellung
      2. bei der Rollengruppenerstellung
      3. bei der Antragsstellung, Zuweisung von Rollen zum User
      4. bei der Antragsfreigabe
      5. in der Matrix
  • Audit Kennzahlen zu Verstößen
  1. Anzahl der möglichen Rollenkombinationen und Rollenkombis zu einem Verstoß
  2. Anzahl der Rollen und Rollen zu einem Verstoß
  3. Anzahl der User und User zu einem Verstoß
  4. Anzahl der Rollen und Rollen zum User zu einem Verstoß
  5. Anzahl der Rollenkombis und Rollenkombis zum User
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